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Digitale Alarmierung

Vor 100 Jahren gestaltete sich die Alarmierung der Feuerwehr schwierig. Meist wurde im Brandfall über Mundpropaganda und Feuerhörner die örtlichen Brandschützer informiert. Die Folge waren Großbrände wo ganze Städte zerstört wurden. Einer der bekanntesten Fälle ist der Hamburger Brand von 1842. Ein Viertel der Stadt wurde zerstört. Heutzutage greifen die Feuerwehrleute auf sogenannte digitale Funkmeldeempfänger (DME) zurück. Einige Feuerwehren haben zusätzlich eine Alarmierung über eine Feuerwehrsirene. In Laboe sind die Sirenen seit dem Jahr 2000 abgeschaltet und es existiert nur noch ein Funkmeldealarm.

Eine Alarmierung wird durch die regionale Leitstelle Mitte in Kiel durchgeführt, wo jeder Notruf angenommen und bearbeitet wird. Fragen wie:"Wo genau ist der Einsatzort" oder "Sind Menschen in Gefahr" gehören zum Standart Abfrageeschema der Notrufzentrale.

 

 


 

 

Rettungsleitstelle Mitte

Wenn sie den Notruf 112 im Kreis Plön wählen, landen sie automatisch in der Regionalen Leitstelle Mitte in Kiel, welchen ihren Anruf entgegen nimmt und bearbeitet. Der Disponent nimmt ihre Notfallsituation auf und alarmiert dementsprechend den Rettungsdienst, die Feuerwehr oder andere Spezialkräfte. Folgende Fragen gehören zum Abfrageschema der Leitstelle:

  1. Wo genau ist der Notfallort?
  2. Was genau ist passiert?
  3. Wie viele Personen sind betroffen?
  4. Welche Art von Verletzungen / Erkrankungen liegen vor?
  5. Warten auf Rückfragen!

Aus diesen Fragen ergibt sich ein Notfallstichwort, welches der Disponent mithilfe des Leitstellenrechners festlegt und dementsprechend alarmiert er das benötigte Rettungsmittel.

 

 


 

 

Alarmierung in Laboe

Vor dem Jahr 2000 wurden die Laboer Blauröcke über mehrere Sirenen im Ort zu Einsätzen alarmiert. Ab dem Jahr 2000 wurde auf analoge Funkmeldeempfänger (FME) umgestellt und die alten Sirenen wurden stillgelegt. Einige dieser Sirenen stehen heute noch auf einigen Dächern im Ort. Ab 2012 führte der Kreis Plön eine digitale Alarmierung ein und alle Einsatzkräfte erhielten einen neuen digitalen Funkmeldeempfänger (DME). Die digitale Alarmierung brachte der Feuerwehr viele Vorteile und sorgte für eine verbesserte Koordinierung der Einsatzkräfte. Jeder DME besitzt ein kleines Display auf der ein kurzer Text mit Infos über den Einsatzort, gemeldete Lage und alarmierte Kräfte angezeigt wird. Dies war bei den alten FME's nicht vorhanden und so erhielt die Feuerwehr erst im Gerätehaus nähere Infos. 

Des Weiteren hat die Feuerwehr verschiedenste Alarmierungschleifen, um so eventuell nur einen kleinen Teil der Feuerwehr zu alarmieren bei z.B. einer kleinen Ölspur. Die Feuerwehr hat insgesamt 12 verschiedene Schleifen:

  • Atemschutz
  • Einsatzführungsunterstützung
  • Hubrettungsgeräte
  • Kleinalarm
  • Schiffsbrandbekämpfung
  • Technische Hilfe
  • Technische Hilfe, klein
  • Vollalarm
  • Wärmebildkamera
  • Wehrführer
  • Wehrführer-Stv.
  • Zugführer

Durch diese Methode wird die Belastung für jeden ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen gesenkt, da bei kleineren Einsätzen nicht jedes mal 50 Einsatzkräfte zum Feuerwehrhaus gerufen werden.

 

 

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